Genauigkeit ist wichtig, da die Patientendaten die Grundlage für die anschließende Korrektur, Herstellung, Anpassung und Ergebnisbewertung bilden.
FALLSTUDIEN
Veröffentlicht am 13. August 2026
Erfahren Sie, wie Atlantic ProCare mithilfe präziser 3D-Scans einen datengestützten O&P-Workflow mit höherer Effizienz, Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit aufbaut.
Das in den USA ansässige Unternehmen Atlantic ProCare unter der Leitung von CPO JP Dunivan bietet seit mehr als drei Jahrzehnten Prothesen- und Orthesenversorgung für ein breites Spektrum an Bedürfnissen an, wobei der Schwerpunkt auf Prothesen für die unteren Extremitäten und Skoliose-Korsetts liegt.

AtlanticProCare
Im Laufe seiner Karriere hat JP den Wandel im Bereich Orthesen und Prothesen von stark manuell geprägten Prozessen hin zu zunehmend digitalen Arbeitsabläufen miterlebt.
Für Atlantic ProCare geht es bei diesem Wandel nicht lediglich um die Einführung neuer Technologien. Es geht darum, den Fachkräften eine bessere Möglichkeit zu bieten, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen, die Genauigkeit der Patientendaten zu verbessern und letztendlich eine bessere Versorgung zu gewährleisten.
Vor der Einführung digitaler Technologien stützte sich Atlantic ProCare auf den herkömmlichen, auf Gips basierenden Arbeitsablauf, der in weiten Teilen der Orthesen- und Prothesenbranche üblich war. Die Fachkräfte nahmen bei den Patienten Gipsabdrücke, transportierten die Abdrücke ins Labor, gossen die Modelle ab, passten sie an und führten anschließend die herkömmliche Fertigung durch.

Herkömmliches Verfahren für Orthesen und Prothesen
Dieser Ansatz warf drei grundlegende Herausforderungen auf:
Arbeitsintensiv: Starke Abhängigkeit von handwerklicher Arbeit.
Zeitaufwendig: Kliniker verbrachten Stunden mit laborbezogenen Aufgaben statt mit der direkten Patientenversorgung.
Uneinheitliche Qualität: Es war schwierig, eine wiederholbare Genauigkeit über verschiedene Modelle und Fachkräfte hinweg aufrechtzuerhalten.
Daraus ergab sich eine entscheidende betriebliche Frage: Wie können Ärzte weniger Zeit im Labor und mehr Zeit mit dem verbringen, was sie am besten können – der direkten Arbeit mit Patienten?
Atlantic ProCare betrachtet das 3D-Scannen nicht als isolierten Schritt, sondern als entscheidenden Ausgangspunkt eines umfassenden digitalen Ökosystems. Die Praxis strebt einen nahtlosen Arbeitsablauf an:
3D-Scan der Patientendaten → Digitales Modell → Rektifikation → Fertigung → Anpassung & Übergabe → Elektronische Patientenakten → Messung des klinischen Behandlungserfolgs
JP beschreibt dies als den ultimativen digitalen Arbeitsablauf: einen umfassenden Zyklus, in dem Patienteninformationen nahtlos vom ersten Scan über die digitale Fertigung und Anpassung bis hin zur langfristigen Messung klinischer Ergebnisse weitergegeben werden. Dies ermöglicht es Klinikern, den Behandlungsfortschritt und strukturelle Veränderungen im Zeitverlauf genau anhand der ursprünglichen 3D-Ausgangsbasis zu verfolgen.
Vor der Einführung professioneller 3D-Scantechnologie experimentierte Atlantic ProCare mit verschiedenen digitalen Erfassungsmethoden, wie beispielsweise dem Scannen mit dem Smartphone und anderen CAD-Scantechniken.

Smartphone-basierte Scan-App
Diese Lösungen boten klare Vorteile hinsichtlich Komfort und Mobilität. Doch Komfort allein reichte nicht aus. Das Team stellte fest, dass die Genauigkeit früherer digitaler Erfassungsmethoden nicht immer den Erwartungen entsprach, insbesondere im Bereich der Prothetik.
Ist der erste Scan ungenau, werden Zahnärzte letztendlich ein ungenaues Modell bearbeiten. Ganz gleich, wie ausgefeilt der nachfolgende Arbeitsablauf auch sein mag – die Qualität des Endergebnisses wird durch die Qualität der Ausgangsdaten bestimmt.
„Konsistenz und Reproduzierbarkeit sind ohne Genauigkeit nicht möglich.“
Dies war einer der Hauptgründe, warum Atlantic ProCare nach einer professionellen 3D-Scanlösung suchte.


Scannen einer Fassung mit EinScan Medixa
Genauigkeit allein reichte jedoch nicht aus; das Gerät musste sich nahtlos in eine geschäftige, dynamische klinische Umgebung einfügen. EinScan Medixa schloss diese Lücke, indem es Präzision auf klinischem Niveau mit Funktionen zur Beschleunigung der Arbeitsabläufe kombinierte:
Kabelgebundene Mobilität: Dank des kabellosen Designs können sich Ärzte in Untersuchungsräumen, Krankenhäusern oder sogar zu Hause frei um den Patienten herum bewegen, ohne durch Kabel oder sperrige Geräte eingeschränkt zu sein.

Ein Arzt nutzt das kabellose EinScan Medixa zur Beurteilung des Gangbilds eines Patienten.
Sofortige Verarbeitung auf dem Gerät: Ärzte können eine vorläufige Datenverarbeitung durchführen und grundlegende anatomische Messungen direkt über die Benutzeroberfläche des Geräts vornehmen. Dies ermöglicht ein sofortiges klinisches Feedback und eine Validierung direkt am Behandlungsort, ohne dass die Daten sofort auf einen PC übertragen werden müssen.


Nahtlose Software-Integration: Medixa ist eher als vernetzter Knotenpunkt denn als isoliertes Tool konzipiert. Es zeichnet sich durch eine optimierte Datenübertragung aus, die sich mühelos in nachgelagerte O&P-Konstruktionssoftware und ERP-Systeme von Kliniken integrieren lässt. Sobald ein Scan abgeschlossen ist, werden die genauen Patientendaten schnell und sicher an das Labor weitergeleitet und stehen dort für den nächsten Schritt der digitalen Korrektur bereit.


Die Erfahrungen von Atlantic ProCare zeigen, dass es bei der digitalen Transformation in der Prothetik und Orthopädietechnik nicht einfach darum geht, Gips durch einen 3D-Scanner zu ersetzen. Es geht vielmehr darum, einen Arbeitsablauf aufzubauen, der auf präzisen und zuverlässigen Patientendatenbasiert .
Wenn Patientendaten präzise erfasst, digital gespeichert, systematisch angepasst und über einen längeren Zeitraum hinweg ausgewertet werden können, wird der Arbeitsablauf in der Orthesen- und Prothesenversorgung besser nachvollziehbar und reproduzierbar.Kliniker können mehr Zeit mit ihren Patienten verbringen und gleichzeitig eine solidere Grundlage für eine konsistente und reproduzierbare Versorgung schaffen.

Ein kabelloser All-in-One-3D-Scanner, der speziell für die Orthesen- und Prothetikbranche entwickelt wurde. Das berührungslose und vollständig digitale Verfahren ermöglicht es Orthesen- und Prothesenfachkräften, ihre Patienten effizienter, präziser und einfacher zu versorgen.
Mit Blick auf die Zukunft geht JP davon aus, dass KI und digitale Technologien den Bereich der Orthopädietechnik und Prothetik weiterhin grundlegend verändern werden – indem sie dazu beitragen, Ausfallzeiten zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und mehr Möglichkeiten für die patientennahe Versorgung zu schaffen.
Letztendlich dient die Technologie einem einfachen Ziel: einer besseren Patientenversorgung.

„Ich möchte eine äußerst effektive Betreuung bieten und die Menschen mit unserer Betreuung wirklich begeistern, weil wir uns die Zeit genommen haben, sie kennenzulernen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und ihnen ein Maß an Mobilität zu ermöglichen, das sie ohne uns vielleicht nicht gehabt hätten.“
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Genauigkeit ist wichtig, da die Patientendaten die Grundlage für die anschließende Korrektur, Herstellung, Anpassung und Ergebnisbewertung bilden.
3D-Scanner digitalisieren Patientendaten und übertragen sie direkt in die Software zur weiteren Verarbeitung. Dies reduziert den manuellen Arbeitsaufwand und schafft Freiräume – für mehr Zeit mit dem Patienten.
Digitale Patientendaten lassen sich langfristig speichern, bearbeiten, auswerten und vergleichen. Dadurch wird der Workflow nachvollziehbarer und messbarer – eine wesentliche Grundlage für die datengestützte Orthesen- und Prothesenversorgung.
Durch digitales Scannen sinkt der Zeitaufwand für Abdrücke und Modellbearbeitung. Zudem kann diese Aufgabe von geschulten Teammitgliedern übernommen werden, sodass sich der Behandler auf Korrektur und Patientenversorgung fokussieren kann.
Die tragbare, kabellose Scanfunktion des EinScan Medixa ermöglicht Ärzten eine freie Bewegung um die Gliedmaßen oder den Oberkörper des Patienten – ohne Einschränkung durch Kabel. Dies ist besonders vorteilhaft beim Scannen außerhalb konventioneller Untersuchungsräume.